Meine erste Filmkritik

Am gestrigen Samstag Nachmittag entschied ich mich, meine Langeweile mit einem Kinobesuch zu bekämpfen. Wie ich erfahren hatte, sollte an diesem Tag ein Film über Machtspiele und BDSM in die Kinos kommen. Als Single am Valentinstag hatte ich eh schon geplant, etwas in dieser Art zu schauen. Also entschied ich mich, ein Kino zu suchen, in dem ich den Film sehen konnte.
Doch an der Kasse des ersten Lichtspielhauses wurde ich enttäuscht – der Film sei ausverkauft. Auch in anderen Kinos hatte ich keinen Erfolg. Als ich fast schon aufgeben wollte, sah ich beim Vorbeilaufen in meiner Stammkneipe bunte Bilder über die Leinwand fliegen.

So in etwa sieht das Filmplakat aus

Ich blieb stehen und erkannte, dass es sich tatsächlich um den gesuchten Film handeln musste. Der Protagonist hatte sein “Opfer”, so wie es die Filmbeschreibung auch ankündigte, bereits bei sich zu Hause und nutzte all seine Macht und sein Geld, um es zu dominieren und zu demütigen. Also setzte ich mich in die Kneipe, bestellte einen Ingwertee und ließ die verstörenden Bilder auf mich wirken.

Durch Geld und Macht verwöhnt zeigt er seine Dominanz

Etwas überrascht war ich dann schon, hatte ich doch nur einen Millionär erwartet. Doch es waren gleich elf Männer, die unter dem johlenden Beifall der Zuschauer (Ja, in dem Film sind bei den expliziten Szenen auch noch Spanner dabei!) über ihren naiven und wehrlosen Gegenpart herfallen.

Gegen diese Überzahl an dominanten Männern gibt es keine Gegenwehr.

Auch verschiedene Fetische, wie dieser Schuhputz, sind Teil des Films

Wie in diesem letzten (ebenfalls heimlich abfotografierten) Screenshot zu sehen ist, wird auch der Fuß- und Schuhfetisch der Protagonisten eingehend gezeigt. Ansonsten ist das einzige Spielzeug, das tatsächlich im Film zu sehen ist, ein Ball mit etwa 20-25cm Durchmesser.

Da die Handlung recht einfallslos ist, war ich froh, dass der Streifen schon nach etwas über eineinhalb Stunden vorbei war. Und auch der ausgeartete Kommerz der Filmindustrie hat mich geschockt. Inzwischen wird schon mitten im Film für eine 15-minütige Werbepause unterbrochen. Daher werde ich sobald auch nicht nochmal ins Kino gehen. Lieber werde ich samstags stattdessen wieder Fußball schauen!

Ein Gedanke zu „Meine erste Filmkritik

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