<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>8000 München 40 &#187; sam2606</title>
	<atom:link href="http://8000muenchen40.de/author/admin/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://8000muenchen40.de</link>
	<description>Schwabing, Sport, Schienenverkehr und Sonstiges</description>
	<lastBuildDate>Mon, 18 Jan 2016 16:29:08 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
		<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
		<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=3.9.40</generator>
	<item>
		<title>München ist bunt: #schneegida 2016</title>
		<link>http://8000muenchen40.de/muenchen-ist-bunt-schneegida-2016/</link>
		<comments>http://8000muenchen40.de/muenchen-ist-bunt-schneegida-2016/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 18 Jan 2016 16:29:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[sam2606]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Brunnen]]></category>
		<category><![CDATA[#schneegida]]></category>
		<category><![CDATA[kunst]]></category>
		<category><![CDATA[maxvorstadt]]></category>
		<category><![CDATA[pinakothek]]></category>
		<category><![CDATA[schnee]]></category>
		<category><![CDATA[winter]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://8000muenchen40.de/?p=415</guid>
		<description><![CDATA[Endlich zeigt sich der Winter von seiner winterlichen Seite &#8211; es schneit. Auf der Wiese zwischen Alter Pinakothek und der HFF sorgen allerdings drei zusätzliche Schneekanonen für reichlich Neuschnee: Der Künstler Philipp Messner hat dem Wasser der Schneekanonen Lebensmittelfarbe hinzugefügt, um so ein &#8220;Performatives, skulpturales Happening&#8221; zu erschaffen.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Endlich zeigt sich der Winter von seiner winterlichen Seite &#8211; es schneit. Auf der Wiese zwischen Alter Pinakothek und der HFF sorgen allerdings drei zusätzliche Schneekanonen für reichlich Neuschnee:</p>
<p><a href="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2016/01/1_056.jpg"><img src="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2016/01/1_056.jpg" alt="Bunte Kunst in der Maxvorstadt" width="4168" height="2756" class="alignnone size-full wp-image-416" /></a></p>
<p>Der Künstler <a href="http://www.pmessner.com/" title="www.pmessner.com" target="_blank">Philipp Messner</a> hat dem Wasser der Schneekanonen Lebensmittelfarbe hinzugefügt, um so ein &#8220;Performatives, skulpturales Happening&#8221; zu erschaffen.</p>
<p><a href="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2016/01/1_073.jpg"><img src="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2016/01/1_073.jpg" alt="Regenbogenschnee" width="4144" height="2763" class="alignnone size-full wp-image-417" /></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://8000muenchen40.de/muenchen-ist-bunt-schneegida-2016/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Hoher Besuch in Schwabing!?</title>
		<link>http://8000muenchen40.de/hoher-besuch-in-schwabing/</link>
		<comments>http://8000muenchen40.de/hoher-besuch-in-schwabing/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 16 Mar 2015 11:45:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[sam2606]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[München und Umgebung]]></category>
		<category><![CDATA[My Two Cents]]></category>
		<category><![CDATA[Schwabing]]></category>
		<category><![CDATA[Ackermannbogen]]></category>
		<category><![CDATA[Kleingartensiedlung]]></category>
		<category><![CDATA[Olympiaturm]]></category>
		<category><![CDATA[Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Putin]]></category>
		<category><![CDATA[Vladimir]]></category>
		<category><![CDATA[whereisputin]]></category>
		<category><![CDATA[Wladimir]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://8000muenchen40.de/?p=405</guid>
		<description><![CDATA[Eigentlich wollte ich hier nur eine Sammlung von Fotos machen, die ich vom Olympiaturm aus geschossen hatte. Beim Bearbeiten der Bilder fiel mir allerdings ein Detail auf, dass wohl die gesamte Weltöffentlichkeit interessieren wird. Seit Wochen schon fehlt vom russischen Machthaber Wladimir Putin jede Spur. Mitten im Kleingartenverein am Olympiaturm, nördlich der Neubausiedlung am Ackermannbogen, [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich wollte ich hier nur eine Sammlung von Fotos machen, die ich vom Olympiaturm aus geschossen hatte. Beim Bearbeiten der Bilder fiel mir allerdings ein Detail auf, dass wohl die gesamte Weltöffentlichkeit interessieren wird.</p>
<p>Seit Wochen schon fehlt vom russischen Machthaber Wladimir Putin <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/raetselraten-um-den-praesidenten-ohne-putin-kein-russland-1.2395283" title="Wo ist Putin?" target="_blank">jede Spur</a>. Mitten im Kleingartenverein am Olympiaturm, nördlich der Neubausiedlung am Ackermannbogen, sah ich bei genauerem Hinschauen einen Mann zu Pferd, der eine frappierende Ähnlichkeit zu Wladimir Putin hat:</p>
<p><a href="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2015/03/Putin1.jpg"><img src="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2015/03/Putin1.jpg" alt="Die Kleingartensiedlung am Ackermannbogen hat einen prominenten Besucher" width="3036" height="2030" class="alignleft size-full wp-image-410" /></a></p>
<div id="attachment_409" style="width: 296px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2015/03/Putin_Ausschnitt1.jpg"><img src="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2015/03/Putin_Ausschnitt1.jpg" alt="#WhereIsPutin" width="286" height="286" class="size-full wp-image-409" /></a><p class="wp-caption-text">Vergrößerter Ausschnitt</p></div>
<p>Ob der Mann nun tatsächlich der gesuchte Politiker ist, weiß ich nicht, die anderen Eindrücke gibt&#8217;s dann im nächsten Beitrag.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://8000muenchen40.de/hoher-besuch-in-schwabing/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Meine erste Filmkritik</title>
		<link>http://8000muenchen40.de/meine-erste-filmkritik/</link>
		<comments>http://8000muenchen40.de/meine-erste-filmkritik/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 15 Feb 2015 19:10:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[sam2606]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[FCB]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[50 shades of grey]]></category>
		<category><![CDATA[bdsm]]></category>
		<category><![CDATA[dominanz]]></category>
		<category><![CDATA[fcb]]></category>
		<category><![CDATA[hsv]]></category>
		<category><![CDATA[sm]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://8000muenchen40.de/?p=381</guid>
		<description><![CDATA[Am gestrigen Samstag Nachmittag entschied ich mich, meine Langeweile mit einem Kinobesuch zu bekämpfen. Wie ich erfahren hatte, sollte an diesem Tag ein Film über Machtspiele und BDSM in die Kinos kommen. Als Single am Valentinstag hatte ich eh schon geplant, etwas in dieser Art zu schauen. Also entschied ich mich, ein Kino zu suchen, [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am gestrigen Samstag Nachmittag entschied ich mich, meine Langeweile mit einem Kinobesuch zu bekämpfen. Wie ich erfahren hatte, sollte an diesem Tag ein Film über Machtspiele und BDSM in die Kinos kommen. Als Single am Valentinstag hatte ich eh schon geplant, etwas in dieser Art zu schauen. Also entschied ich mich, ein Kino zu suchen, in dem ich den Film sehen konnte.<br />
Doch an der Kasse des ersten Lichtspielhauses wurde ich enttäuscht – der Film sei ausverkauft. Auch in anderen Kinos hatte ich keinen Erfolg. Als ich fast schon aufgeben wollte, sah ich beim Vorbeilaufen in meiner Stammkneipe bunte Bilder über die Leinwand fliegen.</p>
<p><a href="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2015/02/FiftyShades_Plakat.jpg"><img src="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2015/02/FiftyShades_Plakat.jpg" alt="So in etwa sieht das Filmplakat aus" width="865" height="1276" class="alignleft size-full wp-image-385" /></a></p>
<p>Ich blieb stehen und erkannte, dass es sich tatsächlich um den gesuchten Film handeln musste. Der Protagonist hatte sein &#8220;Opfer&#8221;, so wie es die Filmbeschreibung auch ankündigte, bereits bei sich zu Hause und nutzte all seine Macht und sein Geld, um es zu dominieren und zu demütigen. Also setzte ich mich in die Kneipe, bestellte einen Ingwertee und ließ die verstörenden Bilder auf mich wirken.<br />
<span id="more-381"></span></p>
<p><a href="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2015/02/Robben.jpg"><img src="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2015/02/Robben.jpg" alt="Durch Geld und Macht verwöhnt zeigt er seine Dominanz" width="1268" height="705" class="alignleft size-full wp-image-384" /></a></p>
<p>Etwas überrascht war ich dann schon, hatte ich doch nur einen Millionär erwartet. Doch es waren gleich elf Männer, die unter dem johlenden Beifall der Zuschauer (Ja, in dem Film sind bei den expliziten Szenen auch noch Spanner dabei!) über ihren naiven und wehrlosen Gegenpart herfallen.</p>
<p><a href="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2015/02/Gruppensex.jpg"><img src="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2015/02/Gruppensex.jpg" alt="Gegen diese Überzahl an dominanten Männern gibt es keine Gegenwehr." width="1269" height="705" class="alignleft size-full wp-image-382" /></a></p>
<p><a href="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2015/02/Schuhputz.jpg"><img src="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2015/02/Schuhputz.jpg" alt="Auch verschiedene Fetische, wie dieser Schuhputz, sind Teil des Films" width="1276" height="708" class="alignleft size-full wp-image-383" /></a></p>
<p>Wie in diesem letzten (ebenfalls heimlich abfotografierten) Screenshot zu sehen ist, wird auch der Fuß- und Schuhfetisch der Protagonisten eingehend gezeigt. Ansonsten ist das einzige Spielzeug, das tatsächlich im Film zu sehen ist, ein Ball mit etwa 20-25cm Durchmesser.</p>
<p>Da die Handlung recht einfallslos ist, war ich froh, dass der Streifen schon nach etwas über eineinhalb Stunden vorbei war. Und auch der ausgeartete Kommerz der Filmindustrie hat mich geschockt. Inzwischen wird schon mitten im Film für eine 15-minütige Werbepause unterbrochen. Daher werde ich sobald auch nicht nochmal ins Kino gehen. Lieber werde ich samstags stattdessen wieder Fußball schauen!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://8000muenchen40.de/meine-erste-filmkritik/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die ungeliebte Arbeit</title>
		<link>http://8000muenchen40.de/die-ungeliebte-arbeit/</link>
		<comments>http://8000muenchen40.de/die-ungeliebte-arbeit/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 27 Jan 2015 19:09:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[sam2606]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[München und Umgebung]]></category>
		<category><![CDATA[My Two Cents]]></category>
		<category><![CDATA[U-Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
		<category><![CDATA[fahrgasterhebung]]></category>
		<category><![CDATA[messestadt]]></category>
		<category><![CDATA[Security]]></category>
		<category><![CDATA[U-Bahnhof]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://8000muenchen40.de/?p=375</guid>
		<description><![CDATA[Morgens um fünf Uhr, wenn die bitterkalte Winternacht unsere Welt noch fest im Griff hat, sind U-Bahnhöfe ein wahrer Melting Pot. Die letzten Nachtschwärmer überlassen mehr und mehr den Frühaufstehern das Feld, der Geruch von Schweiß und Alkohol weicht den oft nicht weniger penetranten Duftwolken von Deodorant und Rasierwasser. Zu den Frühaufstehern gesellt sich an [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Morgens um fünf Uhr, wenn die bitterkalte Winternacht unsere Welt noch fest im Griff hat, sind U-Bahnhöfe ein wahrer Melting Pot. Die letzten Nachtschwärmer überlassen mehr und mehr den Frühaufstehern das Feld, der Geruch von Schweiß und Alkohol weicht den oft nicht weniger penetranten Duftwolken von Deodorant und Rasierwasser.</p>
<p>Zu den Frühaufstehern gesellt sich an diesem Donnerstag Morgen auch eine Gruppe von drei Fahrgastzählern, deren Aufgabe es ist, die Anzahl der Personen in den ersten U-Bahnen des Tages zu ermitteln. Sie sitzen auf einer Bank im U-Bahnhof Messestadt West. Sobald sich eine stadteinwärtige Bahn ankündigt, verteilen sie sich über den Bahnsteig und zählen die ihnen zugeteilten Wagen des Zuges.</p>
<p><a href="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2015/01/Symbolfoto-U-Bahn-MF.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-376" src="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2015/01/Symbolfoto-U-Bahn-MF.jpg" alt="Eine U6 verlässt den Schwabinger U-Bahnhof Münchner Freiheit" width="2048" height="1369" /></a></p>
<p>Schon bald fällt ihnen ein etwa dreißigjähriger Mann auf, der von einer langen und wohl alkoholbestimmten Nacht gezeichnet ist. Er hockt auf einer der Sitzbänke und gönnt sich eine weitere Flasche Augustiner. Sein Hemd ist durchgeschwitzt, der glasige Blick ist stur an die Betonwände der Station gerichtet.<br />
Mehrere U-Bahnen fahren vorbei, doch der Mann macht keine Anstalten, einsteigen zu wollen.</p>
<p>Gegen halb sechs Uhr kommt Bewegung in diese Szenerie. Eine weitere Bahn fährt ein, die Fahrgastzähler begeben sich auf ihre Positionen. Eine von ihnen, sie ist angehende Lehrerin, stellt sich hierzu einige Meter neben den Betrunkenen und notiert die Anzahl der Fahrgäste auf einem Blatt Papier.<br />
In diesem Moment stößt der unbeholfene Mann die vor ihm auf dem Boden stehende Bierflasche um, der süßlich riechende Inhalt verteilt sich über den Bahnsteig. Davon verständlicherweise verärgert greift er die nun fast leere Flasche und murmelt &#8220;Böses Bier!&#8221;<br />
Diese Zurechtweisung der eigentlich unschuldigen Bierflasche reicht ihm jedoch nicht an Bestrafung. Er wirft sie mit all seiner Kraft gegen die abfahrende U-Bahn. Nur knapp verfehlt er dabei die Fahrgastzählerin.</p>
<p>Überrascht und verunsichert von diesem Wutausbruch treffen sich die drei Zähler wieder an der angestammten Position in der Mitte vom Bahnsteig. Sie beraten sich, wie mit der Situation am besten umzugehen sei. Gerade als das Team die Entscheidung fällt, die U-Bahn-Wache zu verständigen, scheint sich die Problematik von selbst zu lösen. Zwei Männer mit Uniformen einer privaten Sicherheitsfirma nähern sich dem Betrunkenen und sprechen ihn an. Was gesprochen wird können die drei nicht verstehen, doch der Mann scheint einsichtig.</p>
<p>Erleichtert begeben sich die angehende Lehrerin und einer ihrer Kollegen, ein mittelmäßiger Blogger, an die Oberfläche, um eine Zigarette zu rauchen. Noch während die beiden das eben Erlebte diskutieren, sehen sie den Trunkenbold in Begleitung der beiden Security Mitarbeiter die Rolltreppe herauffahren. Er hat trotz der Hilfe seiner neuen Begleiter massive Probleme, sich auf den Beinen zu halten. Oben angekommen bleibt das Trio in der Nähe der beiden Fahrgastzähler stehen und ermöglicht ihnen so, folgenden Dialog mitanzuhören:</p>
<p><em>Security</em></p>
<p>&#8220;Sag mal, spinnst du komplett? Wir haben in 30 Minuten Dienstbeginn!&#8221;</p>
<p><em>Betrunkener</em></p>
<p>&#8220;Gott, ich hasse es, als Messe-Security zu arbeiten. So ein Scheißjob!<br />
[<em>kurze Pause</em>]<span style="line-height: 1.714285714; font-size: 1rem;"> </span><span style="line-height: 1.714285714; font-size: 1rem;">Ach was soll&#8217;s! Ich hol&#8217; mir noch zwei Bier, dann können wir anfangen.&#8221;</span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://8000muenchen40.de/die-ungeliebte-arbeit/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Blau in weiß</title>
		<link>http://8000muenchen40.de/blau-in-weiss/</link>
		<comments>http://8000muenchen40.de/blau-in-weiss/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 28 Dec 2014 23:10:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[sam2606]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Bus und Tram]]></category>
		<category><![CDATA[My Two Cents]]></category>
		<category><![CDATA[Schwabing]]></category>
		<category><![CDATA[avenio]]></category>
		<category><![CDATA[berg am laim]]></category>
		<category><![CDATA[bogenhausen]]></category>
		<category><![CDATA[haidhausen]]></category>
		<category><![CDATA[München]]></category>
		<category><![CDATA[schnee]]></category>
		<category><![CDATA[st.-emmeram]]></category>
		<category><![CDATA[straßenbahn]]></category>
		<category><![CDATA[tram]]></category>
		<category><![CDATA[variobahn]]></category>
		<category><![CDATA[winter]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://8000muenchen40.de/?p=358</guid>
		<description><![CDATA[Der Schneefall und die kalten Temperaturen der letzten Tage haben München und große Teile von Deutschland mit einer frischen weißen Schneedecke versehen. Warm eingepackt habe ich mich dann heute auf den Weg gemacht, um ein paar blaue Akzente mit weißem Hinter- und Untergrund zu fotografieren. Da der Himmel nicht blau sondern grau war, mussten als [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Schneefall und die kalten Temperaturen der letzten Tage haben München und große Teile von Deutschland mit einer frischen weißen Schneedecke versehen. Warm eingepackt habe ich mich dann heute auf den Weg gemacht, um ein paar blaue Akzente mit weißem Hinter- und Untergrund zu fotografieren. Da der Himmel nicht blau sondern grau war, mussten als blauer Kontrast meine geliebten Straßenbahnen herhalten. Dazu ging es erstmal vor die Haustür, um die Lage zu checken und meine Kamera an die kalte Luft zu gewöhnen:</p>
<p><a href="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2014/12/DSCF5340_2.jpg"><img src="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2014/12/DSCF5340_2.jpg" alt="R2.2 in der Hohenzollernstraße" width="2578" height="1719" class="alignleft size-full wp-image-359" /></a></p>
<p>Nach erfolgreicher Generalprobe ging es zur Strecke der Linie 23, welche die Münchner Freiheit mit der Parkstadt Schwabing verbindet und vor einigen Wochen ihr fünfjähriges Bestehen feierte. Zwischen der Baustelle auf dem ehemaligen Metro-Gelände und der Endstation Schwabing Nord verfügt die Strecke über eigenes Rasengleis. </p>
<p><a href="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2014/12/DSCF5344_2.jpg"><img src="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2014/12/DSCF5344_2.jpg" alt="Redesign R2 2160 begegnet dem Wagen 2113" width="2402" height="1601" class="alignleft size-full wp-image-360" /></a><br />
<span id="more-358"></span></p>
<p><a href="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2014/12/DSCF5353_2.jpg"><img src="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2014/12/DSCF5353_2.jpg" alt="Kurz vor dem Münchner Tor kämpft sich Wagen 2162 durch das Schneegestöber" width="2759" height="1839" class="alignleft size-full wp-image-361" /></a></p>
<p><a href="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2014/12/DSCF5359_2.jpg"><img src="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2014/12/DSCF5359_2.jpg" alt="R2 2113 am Rande des verschneiten Kleingartenvereins NO26" width="2944" height="1963" class="alignleft size-full wp-image-362" /></a></p>
<p>Da die Straßen penibel von Schnee und Eis freigehalten werden, hab ich mir als nächstes wieder eine Linie mit eigenem Gleiskörper gesucht. Auf diesen Flächen bleibt der Neuschnee oft tagelang unberührt liegen. Daher habe ich die Isar überquert und der neuesten Strecke der Münchner Tram einen Besuch abgestattet. 2011 wurden die Linien 16 und 18 vom Effnerplatz weiter bis nach St. Emmeram verlängert. Wer sich wundert, dass Straßenbahnwagen 2120 sowohl in der Hohenzollernstraße als Linie 12 unterwegs war, als auch hier in der Cosimastraße als Linie 16&#8230; die beiden Linien sind am Romanplatz miteinander verbunden. Das heißt, sie wenden dort nicht, sondern wechseln auf die jeweils andere Linie.</p>
<p><a href="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2014/12/DSCF5370_2.jpg"><img src="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2014/12/DSCF5370_2.jpg" alt="Wagen 2140 wirbelt den Schnee in der Englschalkinger Straße auf" width="3002" height="2001" class="alignleft size-full wp-image-363" /></a></p>
<p><a href="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2014/12/DSCF5374_2.jpg"><img src="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2014/12/DSCF5374_2.jpg" alt="R2 2120 passiert den Schlösselgarten" width="2847" height="1898" class="alignleft size-full wp-image-364" /></a></p>
<p>Das nächste Ziel meiner kleinen Tour war die Linie 19, die im Osten von München die Stadtteile Haidhausen und Berg am Laim mit dem Stadtzentrum verbindet. Hier hatte ich auch die Hoffnung, ein Foto vom Avenio, Münchens neuester Tram, schießen zu können. Wie sich herausstellte, nur mit bedingtem Erfolg. Auf dem Teilstück zwischen Max-Weber-Platz und Wörthstraße teilt sich die Tram 19 die Gleise mit den Linien 15 und 25.</p>
<p><a href="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2014/12/DSCF5383_2.jpg"><img src="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2014/12/DSCF5383_2.jpg" alt="Wagen 2143 und 2205 begegnen sich am Johannisplatz " width="2994" height="1996" class="alignleft size-full wp-image-365" /></a></p>
<p><a href="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2014/12/DSCF5389_2.jpg"><img src="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2014/12/DSCF5389_2.jpg" alt="Variobahn 2316 in der Berg-Am-Laim-Straße" width="2907" height="1938" class="alignleft size-full wp-image-366" /></a></p>
<p><a href="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2014/12/DSCF5401_2.jpg"><img src="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2014/12/DSCF5401_2.jpg" alt="In der Abenddämmerung erreicht Avenio 2806 die Haltestelle Kreillerstraße" width="2811" height="1874" class="alignleft size-full wp-image-367" /></a></p>
<p>Wie sich beim letzten Foto deutlich zeigte, ließ die Dämmerung keine weiteren Fotos mehr zu. Schon das letzte Foto war schon grenzwertig, inspirierte mich aber zumindest zu einem lyrischen Abschluss der Fototour&#8230;</p>
<p><em>Und als mir dann nach langer Tour,<br />
endlich ein Avenio vor die Linse fuhr,<br />
Da merkte ich, ach Riesendreck,<br />
war auch das Tageslicht schon weg.</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://8000muenchen40.de/blau-in-weiss/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>#schneegida – Warum ich Twitter mag</title>
		<link>http://8000muenchen40.de/schneegida-warum-ich-twitter-mag/</link>
		<comments>http://8000muenchen40.de/schneegida-warum-ich-twitter-mag/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 28 Dec 2014 17:29:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[sam2606]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[#schneegida]]></category>
		<category><![CDATA[fremdenhass]]></category>
		<category><![CDATA[nopegida]]></category>
		<category><![CDATA[pegida]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://8000muenchen40.de/?p=350</guid>
		<description><![CDATA[Der Verein &#8220;Pegida&#8221; ist momentan in aller Munde. Und auch wenn ich mir wenig ekelhafteres in meinem Mund vorstellen kann, so bin ich doch froh, dass sich auf die verschiedensten Arten Widerstand gegen diesen Haufen formt. So heißt beispielsweise das Bündnis Bellevue di Monaco explizit Flüchtlinge jeglicher Herkunft und Religion in München willkommen. 12 000 Münchner [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Verein &#8220;Pegida&#8221; ist momentan in aller Munde. Und auch wenn ich mir wenig ekelhafteres in meinem Mund vorstellen kann, so bin ich doch froh, dass sich auf die verschiedensten Arten Widerstand gegen diesen Haufen formt. So heißt beispielsweise das Bündnis <a title="Bellevue di Monaco" href="http://bellevuedimonaco.de/" target="_blank">Bellevue di Monaco</a> explizit Flüchtlinge jeglicher Herkunft und Religion in München willkommen. 12 000 Münchner beteiligten sich an deren Kundgebung.</p>
<p>Erschreckenderweise finden jedoch auch die verhetzenden Parolen der &#8220;Pegida&#8221; eine nicht für möglich gehaltene Unterstützung in einigen Teilen der Bevölkerung. Besonders pervers ist die Tatsache, dass die Unterstützung für &#8220;Pegida&#8221; gerade dort am größten ist, wo der Anteil von Muslimen am geringsten ist.</p>
<p>Initiatoren wie Mitläufer der &#8220;Pegida&#8221; behaupten von sich, keine Nazis zu sein. Doch die Aussagen der Leute lassen diese Behauptung oft genug ins Wanken geraten (Ich bin ja nicht rechts, aber,&#8230;).</p>
<p>Umso wundervoller ist der Hashtag #schneegida, der jetzt während des ersten richtigen Schneefalls des Jahres auf Twitter die Runde macht und die fremdenfeindlichen Aussagen der selbsternannten Patrioten auf wunderschöne Art und Weise demaskiert.</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Ich habe nichts gegen Schnee in seinen Heimatländern. Aber die deutsche Leitkultur ist nun einmal Regen! <a href="https://twitter.com/hashtag/schneegida?src=hash">#schneegida</a></p>
<p>&mdash; hellojed (@hellojed) <a href="https://twitter.com/hellojed/status/549220215645814784">28. Dezember 2014</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Erst kommen nur ein paar Flocken und dann holen sie die ganzen Tiefdruckgebiete nach! Und die bleiben dann für immer hier! <a href="https://twitter.com/hashtag/schneegida?src=hash">#schneegida</a></p>
<p>&mdash; Die Mutti (@Die_Mutti) <a href="https://twitter.com/Die_Mutti/status/549229373220745216">28. Dezember 2014</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Am Schlimmsten am Schnee finde ich ja, dass sich die Frauen da immer so dick verhüllen müssen. <a href="https://twitter.com/hashtag/schneegida?src=hash">#schneegida</a></p>
<p>&mdash; pamphleteer_ (@pamphleteer_) <a href="https://twitter.com/pamphleteer_/status/549224631132246016">28. Dezember 2014</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Deutschlands Straßen sind nicht mehr sicher.&#10;&#10;<a href="https://twitter.com/hashtag/schneegida?src=hash">#schneegida</a></p>
<p>&mdash; The Doe (@JennaDoe) <a href="https://twitter.com/JennaDoe/status/549235907644375041">28. Dezember 2014</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Wenn das so weiter geht, muss ich in meinem eigenen Land bald Ski fahren lernen. <a href="https://twitter.com/hashtag/schneegida?src=hash">#schneegida</a></p>
<p>&mdash; Nicht nicht Saskia (@sasmitkia) <a href="https://twitter.com/sasmitkia/status/549239117952077825">28. Dezember 2014</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Kriminelle Schneefälle von deutschen Gehsteigen abschieben!1!11!&#10;&#10;<a href="https://twitter.com/hashtag/schneegida?src=hash">#schneegida</a></p>
<p>&mdash; Der Buddler (@DerBuddler) <a href="https://twitter.com/DerBuddler/status/549239708149379072">28. Dezember 2014</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Der ganze Schnee kommt doch nur zu uns, weil wir so viel Geld für Schneepflüge ausgeben. <a href="https://twitter.com/hashtag/schneegida?src=hash">#schneegida</a></p>
<p>&mdash; Jojo, yo! (@iJojo423) <a href="https://twitter.com/iJojo423/status/549240742187900928">28. Dezember 2014</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Winter bei <a href="https://twitter.com/hashtag/dresden?src=hash">#dresden</a>! <a href="https://twitter.com/hashtag/schneegida?src=hash">#schneegida</a> <a href="http://t.co/21w2j8wLgg">pic.twitter.com/21w2j8wLgg</a></p>
<p>&mdash; KanasterRasterLaster (@lolpzig) <a href="https://twitter.com/lolpzig/status/549242427308265472">28. Dezember 2014</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Und für die müssen wir die Reifen wechseln. <a href="https://twitter.com/hashtag/schneegida?src=hash">#schneegida</a></p>
<p>&mdash; Peter Ahrens (@Peter_Ahrens) <a href="https://twitter.com/Peter_Ahrens/status/549243439494479872">28. Dezember 2014</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>&quot;Diese Schneeschieber und Gehwegstreuer stammen aus der Mitte der Gesellschaft.&quot; <a href="https://twitter.com/hashtag/schneegida?src=hash">#schneegida</a></p>
<p>&mdash; KLF_AC (@KLF_AC) <a href="https://twitter.com/KLF_AC/status/549243371181842434">28. Dezember 2014</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Wir können ja nicht ganz Sibirien aufnehmen. <a href="https://twitter.com/hashtag/schneegida?src=hash">#schneegida</a></p>
<p>&mdash; Marco Mingablog (@Mingablog) <a href="https://twitter.com/Mingablog/status/549241546844176384">28. Dezember 2014</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Und zu Weihnachten müssen wir dann in die Moschee gehen, weil vor der Kirche nicht geräumt wurde! <a href="https://twitter.com/hashtag/schneegida?src=hash">#schneegida</a></p>
<p>&mdash; Geekmaedchen (@Geekmaedchen) <a href="https://twitter.com/Geekmaedchen/status/549222842840387584">28. Dezember 2014</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>So schlimm ist es mit der meteorologischen Korrektheit schon gekommen! <a href="https://twitter.com/hashtag/schneegida?src=hash">#schneegida</a></p>
<p>&mdash; Der Prophet (@RazulAllah) <a href="https://twitter.com/RazulAllah/status/549240949759815680">28. Dezember 2014</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>Zur Erleichterung vieler #schneegida-Anhänger nimmt sich nun auch die Lügenpresse des Themas an.</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Schnee im Winter! Wenn das so weitergeht, gibts heute einen <a href="https://twitter.com/hashtag/Brennpunkt?src=hash">#Brennpunkt</a>. <a href="https://twitter.com/hashtag/Schneegida?src=hash">#Schneegida</a></p>
<p>&mdash; ARD Online (@ARDde) <a href="https://twitter.com/ARDde/status/549218293488558080">28. Dezember 2014</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>All diese schönen Parodien auf das unsägliche Geschwafel der &#8220;Pegida&#8221; werden keine Lösung für das Problem Fremdenhass sein, aber sie zeigen doch, dass die Mehrheit der Menschen nicht so einfach auf die Parolen der Rechtsextremen reinfällt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://8000muenchen40.de/schneegida-warum-ich-twitter-mag/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zugkraft</title>
		<link>http://8000muenchen40.de/zugkraft/</link>
		<comments>http://8000muenchen40.de/zugkraft/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 11 Dec 2014 15:30:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[sam2606]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bus und Tram]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[My Two Cents]]></category>
		<category><![CDATA[ALEX]]></category>
		<category><![CDATA[Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Eisenbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Zugfahrt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://8000muenchen40.de/?p=346</guid>
		<description><![CDATA[Wenn man in einen Zug steigt, dann hat man ein Ziel, das er erreichen möchte. Dafür begibt man sich in einen Wartesaal auf Rädern. Eine Zugfahrt ist Stillstand: Der Bewegungsraum ist eingeschränkt, man ist die meiste Zeit eingesperrt und auf Privatsphäre muss man Großteils verzichten. Am Bahnhof entscheidet man sich für eine Richtung, ab dann [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man in einen Zug steigt, dann hat man ein Ziel, das er erreichen möchte. Dafür begibt man sich in einen Wartesaal auf Rädern. Eine Zugfahrt ist Stillstand: Der Bewegungsraum ist eingeschränkt, man ist die meiste Zeit eingesperrt und auf Privatsphäre muss man Großteils verzichten. Am Bahnhof entscheidet man sich für eine Richtung, ab dann liegt das Vorankommen nicht mehr in der eigenen Hand. Denn bis man ankommt, darf und muss man warten. Der Zug zwingt uns mit all seiner Kraft in die Richtung unseres Ziels. Der genaue Weg spielt für uns hierbei überhaupt keine Rolle.</p>
<p><a href="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2014/12/Scannen0002.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-347" src="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2014/12/Scannen0002.jpg" alt="Farbige Zeichnung von einem ALEX Zug" width="3504" height="2548" /></a><br />
Wenn man zu schönen Orten oder lieben Menschen fährt, dann rollt man langsam aber sicher seinem Ziel entgegen… wir können in diesem abgeschlossenen Raum, in dieser festgelegten Zeit machen, was wir möchten. Ob wir die Zeit nutzen oder nicht, ist unerheblich für die Frage, wann wir ankommen. Wir können vor bis in den ersten Wagen rennen, doch mehr auch nicht. Im Zweifel werden wir am Ziel auch noch feststellen, dass der Ausgang am hinteren Ende des Zuges ist.</p>
<p><span id="more-346"></span><br />
Es ist also keine Frage unserer Leistung, wann wir ankommen. Aber wir haben die Möglichkeit, uns die Reisezeit möglichst angenehm zu gestalten. So unaufhaltsam uns ein Zug zu einem schönen Ort bringen kann, so brutal und unnachgiebig erscheint der rollende Zug, wenn man sich mit jeder Minute Fahrt weiter von einem schönen Ort entfernt. Es ist ein Gefühl der Machtlosigkeit, während die starken Motoren der Lokomotive unbeeindruckt vorwärts ziehen.<br />
Doch was ändert das Ziel des Zuges eigentlich daran, was wir während der Fahrzeit machen? Auch wenn uns das Ziel noch so viel Unwohlsein bereiten sollte, so bleibt uns dennoch freigestellt, was wir bis dahin machen.</p>
<p><span style="line-height: 1.714285714; font-size: 1rem;">So ist das auch mit dem Leben.</span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://8000muenchen40.de/zugkraft/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zu Fuß ins Alpenvorland</title>
		<link>http://8000muenchen40.de/zu-fuss-ins-alpenvorland/</link>
		<comments>http://8000muenchen40.de/zu-fuss-ins-alpenvorland/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 16 Nov 2014 19:42:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[sam2606]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[München und Umgebung]]></category>
		<category><![CDATA[50 km]]></category>
		<category><![CDATA[bad tölz]]></category>
		<category><![CDATA[Ellbach]]></category>
		<category><![CDATA[grünwald]]></category>
		<category><![CDATA[Isar]]></category>
		<category><![CDATA[Isarkanal]]></category>
		<category><![CDATA[isartal]]></category>
		<category><![CDATA[Pupplinger Au]]></category>
		<category><![CDATA[wanderung]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfratshausen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://8000muenchen40.de/?p=325</guid>
		<description><![CDATA[Eine Patchwork-Kurzgeschichte von Lena Krupicka (kursive Textabschnitte) und mir. Für das Wochenende sind deutlich zweistellige Temperaturen angekündigt, der Oktober zeigt sich nochmal von seiner warmen und sonnigen Seite. So beschließen er und eine Freundin, am Sonntag eine Wanderung durch das Isartal zu machen. Der Startpunkt ist schnell gefunden, die Isarbrücke bei Grünwald. Über ein mögliches [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h3>Eine Patchwork-Kurzgeschichte von Lena Krupicka (kursive Textabschnitte) und mir.</h3>
<p>Für das Wochenende sind deutlich zweistellige Temperaturen angekündigt, der Oktober zeigt sich nochmal von seiner warmen und sonnigen Seite. So beschließen er und eine Freundin, am Sonntag eine Wanderung durch das Isartal zu machen. Der Startpunkt ist schnell gefunden, die Isarbrücke bei Grünwald. Über ein mögliches Ziel haben sie sich keine weiteren Gedanken gemacht.<br />
Der Nebel lässt noch alles in einem feuchten Grau verschwinden, als er sich um sieben Uhr morgens auf den Weg zur Bahn macht. Die S-Bahn ist leer, nur wenige Menschen sind um diese Uhrzeit unterwegs. Er erreicht nach zwanzig Minuten Fahrt die Station Höllriegelskreuth, den geplanten Treffpunkt. Doch von seiner Begleiterin ist nichts zu sehen.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Sie schält sich aus der Bettdecke, gut geträumt hat sie nicht. Irgendwie bereitet ihr der kommende Tag Sorgen, sie musste beim gleichen Vorhaben vor ein paar Tagen umkehren. Es war zu nass und kalt gewesen. Sie hatte, naiv wie sie war, keine regendichte Kleidung mitgenommen. Hastig zieht sie sich an. Sie will ihren Begleiter nicht warten lassen.</em><br />
<em> Als sie erstmals die Füße vor die Tür setzt, beruhigt sich ihr negatives Bauchgefühl wieder. Die Luft ist frisch und angenehm, Die Klamottenschichten halten sie warm. Zügig führen ihre Schritte zum Bahnhof. Ungewöhnlich viele Menschen für einen Sonntagmorgen. Das schlechte Gefühl von vorhin meldet sich wieder: irgendetwas stimmt hier nicht. Sie steigt die Stufen zum Bahnsteig hinauf, schaut auf die Anzeigetafel: Zwei S-Bahnen fallen aus, die nächste kommt in vierzig Minuten. Murmelnd erzählt eine wartende Frau, dass sie schon seit einer Stunde hier stünde, die angekündigten S-Bahnen fallen immer wieder aus. Zwei Menschen mit Koffern rufen gerade ein Taxi. Sie verflucht sich, dass sie ihr Handy zuhause hat liegen lassen. So kann sie ihren Begleiter nicht kontaktieren. Es muss irgendwo bei ihrem Bett verschollen sein. Sie hatte nicht mehr die Zeit gehabt es zu suchen.</em></p>
<p><a href="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2014/11/Foto-1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-327" src="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2014/11/Foto-1.jpg" alt="Das Grundgerüst ist erhalten, den Rest hat sich die Natur geholt." width="2592" height="1936" /></a></p>
<p>Es ist kalt auf dem Bahnsteig in Höllriegelskreuth. Links ist der Bahnhofsvorplatz, der diesen Namen im Grunde nicht verdient hat, rechts liegen die ausgedehnten Gebäude eines großen Chemiekonzerns. Da seine Begleiterin auch auf ihrem Handy nicht erreichbar ist, besinnt er sich auf die Strategien aus der Zeit vor Erfindung des Handys. Er studiert den Fahrplan und sieht, dass er der nächsten S-Bahn eine Station entgegen fahren kann. So erspart er sich das Warten an diesem trostlosen S-Bahnhof.<span id="more-325"></span><br />
Als er das dritte Mal in der stadtauswärtigen Bahn sitzt, entdeckt er sie. Genauer gesagt sieht sie ihn. Sie hatte mit den Auswirkungen eines Stellwerkausfalls zu kämpfen gehabt, ihr Handy liegt daheim, erzählt sie ihm. Er ist froh, dass die Wanderung nun doch beginnen kann. Sie ist froh, dass er gewartet hat.<br />
Zum Glück ist Höllriegelskreuth nur eine kleine Ortschaft, schnell erreichen die beiden einen Weg ins Isartal. Sie überqueren die Isar zum ersten Mal an diesem Tag, jedoch nicht zum letzten Mal. Am Ufer entdecken sie einen kleinen Trampelpfad, der sie flussaufwärts führt. Sie stellen erstaunt fest, dass hier der gesamte Boden aus feinem Sand besteht. Anscheinend wird dieses Gebiet regelmäßig vom Wasser der Isar überflutet.</p>
<p>So laufen die beiden die ersten Kilometer entlang des Flusses. Mehr und mehr löst sich der Nebel auf. Nach einiger Zeit zeigen sich die ersten Sonnenstrahlen. Seine Begleiterin und er unterhalten sich über die Banalitäten des Alltags, mehr und mehr aber auch über Evolutionstheorien, Multiversen und andere Themen, von denen sie definitiv mehr versteht als er. Der Weg führt nun am Hang entlang, die Isar ist nicht mehr zu sehen. Der Sonnenstand verändert sich schneller, als es die Erddrehung verursachen könnte. Gerade als sie glauben, sich verlaufen zu haben, macht der Weg eine langgezogene Rechtskurve. Es geht ein Stück bergab und nach wenigen Metern erreichen die beiden wieder das Wasser. Es ist jedoch nicht die Isar selbst, sondern ein parallel verlaufender Kanal. Sie setzen sich auf eine Treppe und frühstücken in der prallen Sonne. Obwohl der Oktober fast vorbei ist, können die beiden ihre Jacken ausziehen, so warm scheint die Sonne herab.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Sie ist froh um die kleine Pause und merkt schon ihre Beine, obwohl sie noch nicht weit gegangen sind. Sie nimmt sich vor, öfter ihren Körper zu bewegen. Obwohl sie generell mit sich zufrieden ist, schämt sie sich doch, dass sie ihrem Körper nicht die Bewegung gibt, die er eigentlich bräuchte. Die Sonne wärmt das Gesicht. Sie schließt die Augen, denkt an nichts und lauscht dem plätschern des Flusses und dem Rascheln der Bäume. Abschalten tut gut. Endlich dem Trubel des Alltags entkommen. Die mitgenommenen Brote werden langsam verzehrt, jeder Bissen der einfachen Mahlzeit wird zum Genuss. Die beiden teilen sich noch eine Tüte Haribo die er mitgebracht hat. Sie hört ihm zu, wie er vor Zufriedenheit strotzt, die einfachen Dinge genießen zu können und wie unwichtig die &#8220;Pflichten&#8221; des Alltags ihm nun erscheinen. Er scheint ihr aus dem Herzen zu sprechen. Sie beobachten beide eine Motte im Todeskampf gegen den Fluss. Letzten Endes gewinnt die Motte. Sie breitet ihre Flügel aus und fliegt der Herbstsonne entgegen.</em></p>
<p>Die nächste Etappe führt sie an diesem Kanal weiter gen Süden. Inzwischen sind sie nicht mehr alleine, Fahrradfahrer und Wanderer sind hier unterwegs. Ein Paar fährt im Kanu vorbei, samt Kleinkind mit leuchtender Warnweste. Der Weg ist breit und gut ausgebaut, die beiden kommen schnell voran. Ihre Gesprächsthemen wechseln immer wieder. Die beiden kennen sich noch nicht sehr lange, umso erstaunter ist er, dass seine Begleiterin bei fast jedem Thema gut informiert ist.</p>
<p><a href="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2014/11/Foto-3.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-329" src="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2014/11/Foto-3.jpg" alt="Zwischen Isar und Kanal liegt der beschauliche Eisweiher." width="2592" height="1936" /></a><br />
Schließlich erreichen die beiden das Stauwehr bei Icking, hier überqueren sie die Isar zum zweiten Mal. Noch können sie ein Stück am Fluss entlang gehen, doch schon bald führt der Weg den Hang hinauf. Oben angelangt entscheiden die Wanderer sich schwer atmend für eine kurze Pause. Zum Glück hat ein kluger Mensch am Ende des steilen Anstiegs eine Sitzbank aufgestellt. Hier ruhen sie sich einige Minuten aus und genießen den Blick auf die Ausläufer der Pupplinger Au, wo sich die Isar ein breites Flussbett mit zahlreichen kleinen Kiesbänken geschaffen hat. Seine Begleiterin erzählt ihm von einem früheren Job. Insgeheim ist er beeindruckt von ihren Erzählungen. Sein Leben wirkt dagegen langweilig, fast schon bedeutungslos, denkt er. Plötzlich wird ihm bewusst, dass er dies bei jedem Gesprächspartner denkt.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Endlich kann Sie sich mal so richtig ausquatschen. Er hört ihr nicht nur aus Pflichtgefühl zu, ihn scheint das was sie sagt auch wirklich zu interessieren. Je länger sie mit ihm redet, desto zuversichtlicher wird sie im Gespräch, erzählt in immer länger werdenden Ausschweifungen. Zuhören stört sie sonst nicht, im Gegenteil: eigentlich bevorzugt sie das Zuhören. Oft fällt ihr nichts Erzählenswertes ein; Sie fühlt sich nicht wohl in der Rolle des Unterhalters. Trotzdem hat sie vieles von sich zu geben. Die Gespräche fliegen von einem Thema zum nächsten. Es sind keine Abenteuererzählungen oder Heldentaten. Doch anders als sonst, wenn sie fühlt man erwarte ausgefeilte Sagengeschichten ihres Lebens, fühlt sie sich wohl, das Schlichte und Einfache zu erzählen. Zum Smalltalk gehören die Gesprächsinhalte schon lange nicht mehr. Umso erfreulicher ist es für sie, dass Rückfragen kommen, dass die von ihr geleiteten Themen Auffassung finden.</em></p>
<p>Während seine Gedanken kreisen, erreichen sie die kleine Stadt Wolfratshausen, den Endpunkt der S-Bahn. Hier riecht es wieder nach Autoabgasen, es ist laut und voll. Kein Vergleich zu München, aber nach einigen Stunden im Grünen doch ein unangenehmer Kontrast. Etwa vierzig Minuten laufen sie durch Wolfratshausen, bis sie am Stadtrand wieder einen Waldweg finden. Sie schauen das erste Mal seit Beginn der Wanderung auf die Uhr. Es ist früher Nachmittag, noch genügend Zeit zum Weiterwandern. Bei einer weiteren Pause stellen die beiden fest, dass nun länger keine Bahnstrecke zu erreichen ist. Erst in Bad Tölz gibt es wieder einen Zug nach München, auf Regionalbusse wollen sie sich insbesondere an einem Sonntag nicht verlassen. Fast dreißig Kilometer sind es nochmals bis dorthin, die beiden sind unsicher. Keiner von ihnen ist jemals an einem Tag so weit gelaufen. Es ist eine Mischung von Ungewissheit, Ehrgeiz und Euphorie, die sie zu der Entscheidung kommen lässt, den weiten Weg zu gehen.</p>
<p><a href="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2014/11/Foto-4.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-330" src="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2014/11/Foto-4.jpg" alt="Bei Wolfratshausen fließt die Isar durch das Kiesbett der Pupplinger Au." width="2592" height="1936" /></a><br />
Auf dem nächsten Stück des Weges sehen sie sich in dieser Entscheidung bestätigt. Immer wieder geht es durch den wunderschönen Auenwald südlich von Wolfratshausen. Nicht nur die Landschaft verursacht bei ihm Glücksgefühle, er genießt auch die Gespräche der beiden. Seine Begleiterin schafft es, dass er sich mit sich selbst so zufrieden fühlt wie zuletzt nur selten. Er bemerkt, wie er offen über seine Ängste spricht – das kennt er von sich in dieser Form nicht. Es ist aber auch die Wanderung an sich, die ihn spürbar entspannen lässt. Einfach zu laufen und sich zu unterhalten, ohne den gewohnten Blick aufs Smartphone, ohne auf die Uhr zu sehen, ohne mit den Gedanken ständig von einem Thema zum anderen zu jagen.</p>
<p>Die beiden stellen fest, dass die Sonne inzwischen untergegangen ist. Sie müssen sich nun auf Feldwege und Straßen beschränken, denn Waldwege sind zu gefährlich, wenn man die verschiedenen Stolperfallen nicht mehr sehen kann. Ihr Weg führt abermals über die Isar und weiter entlang einer Staatsstraße. Jedes entgegenkommende Auto kündigt sich mit dem hellen Licht der Schweinwerfer an, das ganze wird durch den aufkommenden Nebel zu einer teilweise bizarren Lightshow. Vom Mond dagegen ist nur eine schmale, orange leuchtende Sichel zu sehen. Mit jeder Minute erscheinen dafür mehr und mehr Sterne am Himmel. Immer öfter ertappt er sich dabei, wie sein Blick an diesem für Stadtbewohner unbekannten Himmel hängen bleibt.<br />
Der nächste Wegweiser kündigt Bad Tölz in zwölf Kilometern an, das erscheint ihnen nach dem bereits zurückgelegten Weg nicht mehr sonderlich schwierig – das sollte auch bei ihrem eher gemütlichen Tempo in zwei oder drei Stunden zu schaffen sein. Doch mitten in diese Zuversicht kommen die ersten Probleme. Während seine Begleiterin noch keine äußerlichen Anzeichen von Erschöpfung zeigt, melden sich seine Knie. Sobald der Untergrund uneben ist oder der Weg leicht bergauf führt, kommen Schmerzen auf. Als die beiden eine winzige Ortschaft mit dem passenden Namen Einöd erreichen, endet zu allem Überfluss der Weg. Nun sind sie gezwungen, am Straßenrand entlangzulaufen. Die Straße ist stark befahren, alle paar Meter müssen sie den entgegenkommenden Wagen zur Seite ausweichen.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Zum ersten Mal auf dieser Wanderung bekommt sie Angst. Im komplett Dunklen durch Wälder zu wandern stört sie nur wegen dem unebenen Boden, ansonsten hat sie sich dort wohl gefühlt. Sie war zwar froh, als der mit Stolperfallen übersäte Waldboden dem Gehweg wich, doch jetzt wo der Gehweg sich in nichts aufgelöst hat, zieht sie eindeutig den Wald vor. Scheinwerfer blenden Sie. Autos rasen vorbei. Ein Auto lässt die Lichter blitzen: ein Warnsignal. &#8220;Was habt ihr auf dieser Strasse zu suchen?&#8221;, sagt es. &#8220;Gefährlich! Verzieht euch!&#8221; Er geht vor ihr, weicht auf den Seitenstreifen aus, sobald das nächste Auto näher kommt. Sie hat jedes Mal Angst, dass er die Distanz falsch einschätzt. Vom nächsten Auto mitgerissen wird. Dass er stolpert und auf die Strasse fällt. Ihrem Körper vertraut sie nicht mehr. Sobald sich ein neues Scheinwerferlicht zeigt, weicht sie von der asphaltierten Straße auf den unebenen Feldboden aus. Er nicht. Müde wie er sein muss, wird er um jeden Schritt auf ebenen und hartem Boden froh sein, doch jedes mal wenn ein Licht das nächste Auto ankündigt geht er weiter auf der Straße. Weicht erst im letzten Moment aus. Sie muss ihm vertrauen dass er weiß was er tut. Versuchen nicht drauf zu achten. Sie ist sich nicht sicher ob ihr Körper von der Wanderung schmerzt, oder ob es die Anspannung ist. Ein Fuß vor den nächsten. Je schneller die beiden von hier wegkommen, desto lieber ist es ihr.</em></p>
<p>Mehr und mehr verflucht er seine Knie und auch die bisherige Euphorie weicht einer ständigen Anspannung. Sie kommen nur langsam voran und entscheiden, dass sie die Straße bei der nächsten Gelegenheit verlassen müssen. Doch bevor die beiden eine alternative Route finden können, führt wieder ein asphaltierter Weg entlang der Landstraße. Sie sind erleichtert, wieder ungefährdet voranzukommen. Doch auch dieser Weg endet nach wenigen Kilometern. Ein erneuter Marsch entlang des Seitenstreifens kommt für die beiden nicht mehr in Frage. So kommt zum ersten Mal die Kartensoftware auf seinem Smartphone zum Einsatz. Schnell gibt ihnen der Routenplaner einen neuen Vorschlag, doch wirklich Freude kommt dabei nicht auf – fünf Kilometer Umweg.<br />
Die beiden haben keine andere Wahl und folgen der neuen Route. Die kleine Straße führt zuerst etwa 60 Höhenmeter bergauf. Seinen Knien entgeht das nicht. Er bezwingt den Anstieg wie ein Biathlet, mit weit nach außen ausholenden Schritten. Dabei lenkt er sich ab, indem er den beiden eine Zigarette dreht. Seine Begleiterin entdeckt währenddessen am Straßenrand kleine Schneehäufchen, die dem warmen Wetter der vorherigen Tage getrotzt haben. Ihnen wird klar, wie weit sie nun schon ins Alpenvorland gekommen sind.<br />
Der Weg führt nun über eine langgezogene Hügelkette Richtung Süden und ist dabei vergleichsweise eben. Immer wieder informieren Wegweiser über die verbleibende Strecke bis Bad Tölz. Die Entfernung scheint nicht weniger zu werden, denkt er und beginnt zu bezweifeln, ob sie jemals ankommen. Er sagt nichts, ist sich aber sicher, dass es seiner Begleiterin nicht anders geht. Die beiden spüren ihre Oberschenkel und Waden, wie sie mehr und mehr gegen diese ungewohnte Belastung protestieren. Jedes Stehenbleiben will bedacht sein, denn die ersten Schritte danach sind eine Qual. Außerdem ist es kalt geworden. Durch das ständige Bewegen frieren sie nicht, doch Hände und Gesicht werden langsam klamm. Dafür ist der Blick in den Himmel atemberaubend: Weit entfernt von jeder menschengemachten Lichtquelle leuchten Millionen von Sternen über ihnen. Die Milchstraße zieht sich wie ein breites Band über das gesamte Himmelszelt, in dieser Klarheit hat er sie noch nie zuvor sehen können. Auch Sternschnuppen blitzen immer wieder über ihnen auf und verglühen im klaren, kalten Nachthimmel.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>So macht das Wandern wieder Spaß. Obwohl sie spürt, wie ihre körperlichen Kräfte nicht mehr lange mitmachen, ist ihr Geist hellwach. Klar wie die Luft. Ihre Gedanken kreisen, sie denkt über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nach. Sie versucht schon seit einer Weile erfolglos Sternbilder auszumachen. Das einzige was sie erkennen kann ist ein kleines Grüppchen aus 6 hellen Sternen, knapp unter dem Sternbild Lyra. Dieses Grüppchen zu finden, ist für sie einfacher, als den Großen Wagen ausfindig zu machen. Um andere Sternbilder zu finden leuchten zu viele, normalerweise nicht sichtbare Sterne. Als hätte jemand leuchtende Sandkörner über den Himmel gestreut. Sie fragt sich insgeheim, wie die Menschen früher wohl Konstellationen finden konnten, bei der Unmenge an kleinen Lichtern. Sie schaut der Milchstraße nach. Ihr wird wieder einmal bewusst, wie froh sie ist, trotz anfänglichem Zweifel und Momenten der Anspannung, trotz der extremen körperlichen Anstrengung, an dieser Wanderung teilzuhaben.</em></p>
<p>Dennoch werden die Schritte immer schwerer. Paradoxerweise legen sie nochmals an Tempo zu. Einerseits wollen die beiden nun langsam doch zum Ende der Wanderung kommen, andererseits erscheinen ihm die schnelleren Schritte weniger schmerzhaft zu sein. Während er sich wieder einmal mit einem Blick in den Sternenhimmel ablenkt, kommt ihm ein in diesem Moment unglaublicher Vergleich in den Sinn. Die beiden sind nun schon mehr als ein Tausendstel des Erdumfangs gelaufen. Auch seine Begleiterin ist beeindruckt, zumindest tut sie so. Für die Feinheiten der nonverbalen Kommunikation hat er in diesem Moment kein Gespür mehr.<br />
Sie erreichen Ellbach, den letzten kleinen Ort vor ihrem Ziel. Der Weg führt an einem beleuchteten Wirtshaus vorbei. Vor seinem geistigen Auge sieht er sich schon in die warme Gaststube hineingehen und einen heißen Kaffee bestellen. Schnell verdrängt er dieses Bild, denn jetzt ist es nicht mehr weit nach Bad Tölz. Das Schild am Ortsausgang verkündet einen restlichen Weg von zwei Kilometern. Ab jetzt rechnen die beiden in Metern. Tausendfünfhundert. Tausend. Noch achthundert Meter, das ist nur die Entfernung zwischen zwei U-Bahnstationen.<br />
Ein letztes Mal müssen sie drei entgegenkommenden Autos ausweichen, dann sehen sie endlich die Lichter von Bad Tölz vor sich. Es geht bergab und es geht auf einmal schnell. Plötzlich gibt es ein Trottoir am Straßenrand. Die Beine sind nun so schwer, dass sie die Bordsteinkante umgehen und den Gehweg erst an einer flachen Stelle betreten. Fast ungläubig sehen die beiden plötzlich ein Haus vor sich, das die markante Form eines Bahnhofsgebäudes hat. Dahinter ein Bahnsteig. Sie haben es geschafft!<br />
Er lacht, ihm steigen Tränen in die Augen. Die letzten Stunden haben die beiden auf genau diesen Moment gewartet. Ein letzter Kampf sind die fünf Stufen zum Bahnsteig hinauf. Das Ticket nach München ist schnell gekauft. Es sind noch vierzig Minuten bis zur Abfahrt und auf der anderen Seite der Gleise entdecken sie einen Burger King. Mit letzter Kraft humpeln sie die Treppe zur Unterführung hinab, staksen mit steifen Beinen die Rampe auf der gegenüberliegenden Seite wieder hoch. Im Fastfood-Restaurant angekommen bestellt er sich einen Kaffee, seine Begleiterin holt sich einen Burger und etwas zu Trinken. Zu gerne wüsste er, was dem Bediensteten hinter der Theke durch den Kopf gegangen ist, als er die beiden keuchend und lachend durch die Tür kommen gesehen hat. Sie wärmen sich noch etwas auf und gehen dann zurück zum Bahnsteig.<br />
Später im Zug fallen sich die beiden in die Arme. Sie haben alles aus ihren Körpern herausgeholt, können kaum noch laufen. Völlig am Ende, aber gleichzeitig überglücklich sitzen sie auf ihren Plätzen. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl der Stärke, dass die beiden immer wieder grinsen lässt. Nach einer Dreiviertelstunde überquert der Zug wieder die Isar, hier in etwa waren sie vierzehn Stunden zuvor gestartet. Die Tatsache, dass sie das alles zuvor gelaufen sind, können die beiden nur schwer glauben. Am letzten Halt vor dem Münchner Hauptbahnhof steigen sie aus. Seine Begleiterin verabschiedet sich hastig und läuft zu ihrer S-Bahn, während er auf den nächsten Zug in die Gegenrichtung wartet. Noch ein letztes Mal läuft er mit sichtlicher Mühe die wenigen Stufen von der S-Bahn zur U-Bahn hinab, zehn Minuten später ist er daheim. Er gönnt sich noch eine dringend notwendige Dusche und fällt dann wie ein Stein in sein Bett.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Mehr humpelnd als laufend überquert sie die Gleise, um auf den Bahnsteig der stadtauswärtigen Züge zu kommen. Sie muss doch noch sieben Minuten auf ihre S-Bahn warten, obwohl diese als nächster Zug angekündigt ist. Sie ist erstaunt darüber, wie schnell sie nun friert. Obwohl es ihr hier nicht so kalt erscheint wie in Bad Tölz, schüttelt es sie vor Kälte. Ihr Körper nun nichtmehr durch das Gehen gewärmt, beschwert sich lauthals durch Zähneklappern über die Temperatur. Endlich ist ihre S-Bahn da und sie schleppt sich zum nächsten Sitz, um sich darauf fallen zu lassen. Beim Aussteigen tut ihr ganzer Körper weh. Die ersten zwanzig Schritte sind eine Qual, doch nach und nach gewöhnt sich ihr Körper wieder an das Gehen. Nun tut es sogar gut. Es fühlt sich so an als ob sich die durch die Fahrt verkrampften Muskeln lockern. Da wird der Muskelkater morgen hoffentlich nicht so schlimm sein. Morgen muss sie arbeiten. Das Konzept erscheint ihr nun so fremd und banal. Mit letzter Kraft schließt sie die Haustür auf, putzt sich die Zähne, stellt sich sicherheitshalber einen Wecker auf 12:30 Uhr und fällt noch halb angezogen ins Bett. Alles andere muss bis morgen warten. Ihr Körper fordert Erholung. Ehe sie es sich versieht, versinkt sie in einen Tiefen und traumlosen Schlaf.</em></p>
<p>Am nächsten Tag misst er auf der Karte ihre Wegstrecke ab. Unglaubliche fünfzig Kilometer sind sie gelaufen. Sie beschießen, dass sie demnächst wieder eine Wanderung machen müssen. Aber das nächste Mal (vielleicht) nicht ganz so weit.</p>
<p><iframe src="//www.youtube.com/embed/08-KIW4cp7Q" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><br />
<em>Procrastination Challenge &#8211; Day 2 &amp; 3: 50km Walk!</em> von <a title="Youtube-Kanal von Lena" href="https://www.youtube.com/channel/UCEUeMfzE2ypmB8G6UmKSbKw" target="_blank">Through Lenas Eyes</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://8000muenchen40.de/zu-fuss-ins-alpenvorland/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Größere Straßenbahnen zwischen der Innenstadt und Schwabing</title>
		<link>http://8000muenchen40.de/groessere-strassenbahnen-zwischen-der-innenstadt-und-schwabing/</link>
		<comments>http://8000muenchen40.de/groessere-strassenbahnen-zwischen-der-innenstadt-und-schwabing/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 03 Nov 2014 15:45:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[sam2606]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bus und Tram]]></category>
		<category><![CDATA[Schwabing]]></category>
		<category><![CDATA[Barerstraße]]></category>
		<category><![CDATA[Belgradstraße]]></category>
		<category><![CDATA[Linie 28]]></category>
		<category><![CDATA[MVG]]></category>
		<category><![CDATA[nordendstraße]]></category>
		<category><![CDATA[ÖPNV]]></category>
		<category><![CDATA[P-Wagen]]></category>
		<category><![CDATA[Scheidplatz]]></category>
		<category><![CDATA[Sendlinger Tor]]></category>
		<category><![CDATA[straßenbahn]]></category>
		<category><![CDATA[tram]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://8000muenchen40.de/?p=316</guid>
		<description><![CDATA[Bei Rollstuhlfahrern und Kinderwagenschiebern sind sie unbeliebt, für Nostalgiker und Straßenbahnfreunde eine Freude – die alten Hochflur-Trambahnen vom Typ P. Seit heute sind sie auf der Linie 28 zu finden, diese verbindet Schwabing mit der Maxvorstadt und dem Stadtzentrum. Der Vorteil dieser Züge ist vor allem das erhöhte Platzangebot, welches auf der stark frequentierten Verbindung [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Bei Rollstuhlfahrern und Kinderwagenschiebern sind sie unbeliebt, für Nostalgiker und Straßenbahnfreunde eine Freude – die alten Hochflur-Trambahnen vom Typ P. Seit heute sind sie auf der Linie 28 zu finden, diese verbindet Schwabing mit der Maxvorstadt und dem Stadtzentrum. Der Vorteil dieser Züge ist vor allem das erhöhte Platzangebot, welches auf der stark frequentierten Verbindung zusätzliche Kapazitäten schaffen.</p>
<p><a href="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2014/11/DSCF5308.jpg"><img src="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2014/11/DSCF5308.jpg" alt="P-Wagen 2010 überquert die Gleiskreuzung am Schwabinger Kurfürstenplatz" width="4256" height="2848" class="alignleft size-full wp-image-317" /></a></p>
<p>Mobilitätseingeschränkte Fahrgäste müssen aber nicht lange auf den nächsten Niederflurwagen warten. In der Belgradstraße zwischen Scheidplatz und Kürfürstenplatz befährt die Linie 12 den selben Streckenabschnitt. Der weitere Verlauf durch Nordend- und Barerstraße bis Sendlinger Tor wird zusätzlich von der Linie 27 bedient.</p>
<p><a href="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2014/11/DSCF5289.jpg"><img src="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2014/11/DSCF5289.jpg" alt="P-Wagen 2005 im goldenen Herbstlicht" width="4256" height="2848" class="alignleft size-full wp-image-318" /></a></p>
<p><a href="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2014/11/DSCF5293.jpg"><img src="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2014/11/DSCF5293.jpg" alt="Der fast 50 Jahre alte Wagen in der Novembersonne am Elisabethplatz in Schwabing" width="4256" height="2848" class="alignleft size-full wp-image-319" /></a></p>
<p>Der Straßenbahn-Blogger Daniel stellt auf seiner Seite <a title="Tramgeschichten" href="http://www.tramgeschichten.de/" target="_blank">Tramgeschichten </a> extra für den Einsatz der P-Wägen einen Fahrplan zur Verfügung: <a title="P-Wagen Fahrplan Linie 28" href="http://www.tramgeschichten.de/fahrplan/P-Wagen-Fahrplan-Linie-28-ab-3-November-2014.pdf" target="_blank">Download (PDF, 264 KB)</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://8000muenchen40.de/groessere-strassenbahnen-zwischen-der-innenstadt-und-schwabing/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Aus dem Tagebuch eines Straßenbahnwagens</title>
		<link>http://8000muenchen40.de/aus-dem-tagebuch-eines-strassenbahnwagens/</link>
		<comments>http://8000muenchen40.de/aus-dem-tagebuch-eines-strassenbahnwagens/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 06 Aug 2014 08:05:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[sam2606]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bus und Tram]]></category>
		<category><![CDATA[Schwabing]]></category>
		<category><![CDATA[2146]]></category>
		<category><![CDATA[redesign]]></category>
		<category><![CDATA[Tagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[tram]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://8000muenchen40.de/?p=302</guid>
		<description><![CDATA[Ich bin eine dreiteilige Straßenbahn von AEG/Adtranz und wurde am 30. August 1996 nach München gebracht. Dort bekam ich meinen Namen, die Wagennummer 2146. Alle waren stolz auf mich und meine 69 Schwestern, wir waren die ersten komplett niederflurigen Fahrzeuge in München. Seit Beginn meines Daseins bin ich nun fast 970 000 Kilometer durch München [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin eine dreiteilige Straßenbahn von AEG/Adtranz und wurde am 30. August 1996 nach München gebracht. Dort bekam ich meinen Namen, die Wagennummer 2146. Alle waren stolz auf mich und meine 69 Schwestern, wir waren die ersten komplett niederflurigen Fahrzeuge in München. Seit Beginn meines Daseins bin ich nun fast 970 000 Kilometer durch München gefahren. Obwohl ich dieses Jahr erst 18 Jahre alt werde, habe ich schon viel erlebt. Ich kenne alle Linien der Stadt auswendig, ich habe gesehen, wie sich das Stadtbild um mich herum verändert hat.</p>
<div id="attachment_304" style="width: 2058px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2014/08/2146.jpg"><img class="size-full wp-image-304" src="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2014/08/2146.jpg" alt="Die Trambahn der MVG wurde 1996 nach München geliefert." width="2048" height="1369" /></a><p class="wp-caption-text">Das bin ich, Wagen 2146, bei der Fahrt durch die Hohenzollernstraße in Schwabing</p></div>
<p>Um Euch den Alltag einer Straßenbahn zu zeigen, habe ich mal zusammengefasst, was in 24 Stunden auf Münchens Schienen so alles passiert:</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>25. Juli 2014</h2>
<p style="padding-left: 30px;"><em>5:22 Uhr</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Nach ein paar ruhigen Stunden im Betriebshof werde ich von einem müden und etwas mürrischen Fahrer geweckt. Er testet mich auf Herz und Nieren. Jemand sollte ihm mal sagen, dass ich erst ein paar Stunden zuvor für eine Routinekontrolle in der Werkstatt war.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>5:40 Uhr</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Ich werde langsam aus dem Betriebshof gefahren. Mein Fahrer hat mir die Kursnummer 27-23 gegeben, also werde ich heute zwischen Petuelring und dem Sendlinger Tor pendeln. Das ist keine besonders spannende Linie, aber welche Linie ist schon spannend, wenn man jeden Meter Strecke auswendig kennt.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>5:46 Uhr</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Als ich den Max-Weber-Platz erreiche, wird das Maximilianeum von den ersten Sonnenstrahlen beleuchtet. Den ersten Fahrgästen ist das egal, sie trinken stumm den ersten Kaffee des Tages. In Gedanken scheinen die meisten schon im Wochenende zu sein.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>5:56 Uhr</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Der erste Ärger des Tages lässt nicht lange auf sich warten. Eine Dame erkennt viel zu spät, dass ich keine 19er Tram bin und schüttet in ihrer Hektik die Hälfte ihres Latte Macchiato auf das Sitzpolster neben sich. Dieses süße Zeug klebt furchtbar in den Stoffbezügen der Sitze.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>5:57 Uhr</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Das Karma lässt nur ein paar Sekunden auf sich warten. Die Dame läuft ohne zu schauen über die Gleise und schreckt vor einer wild klingelnden Variobahn zurück. Dabei verschüttet sie die übriggebliebene Hälfte Ihres Kaffees, diesmal direkt über ihre Bluse. Ich würde das gerne weiter beobachten, aber mein Fahrer fährt mit mir unbeirrt Richtung Schwabing.<br />
<span id="more-302"></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>6:19 Uhr</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Vom Petuelring aus starte ich meine erste reguläre Runde an diesem Morgen. Die ersten vier Stationen bis zum Nordbad fahre ich unabhängig vom Autoverkehr in der Straßenmitte. Mein Fahrer lässt mich mit meiner Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h über das Rasengleis sausen. Dabei wird mir immer etwas mulmig. Schon oft genug ist mir ein unvorsichtiger PKW in die Quere gekommen.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>7:20 Uhr</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Inzwischen bin ich meine erste Runde gefahren. Es wird langsam voller. Doch auf der Linie 27 ist der Verkehr in der Rushhour nicht so schlimm. Während auf anderen Linien jetzt am meisten Betrieb ist, geht es bei mir gut voran.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>7:26 Uhr</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Zu früh gefreut. Kurz vor der Haltestelle Schellingstraße steht ein LKW am Straßenrand. Mein Fahrer befürchtet, dass ich daran nicht vorbei passe. Hält er mich etwa für zu dick? Dabei bin ich doch nur 2,30m breit! Ich klingele, bis ich ganz heiser bin. Nach 3 Minuten fährt der LKW beiseite und ich kann weiter.</p>
<div id="attachment_307" style="width: 1034px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2014/08/2146_Daniel.jpg"><img class="size-full wp-image-307" src="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2014/08/2146_Daniel.jpg" alt="Münchner Straßenbahn 2146 mit Werbung für Lotto" width="1024" height="683" /></a><p class="wp-caption-text">So sah ich vor meiner Rundumerneuerung aus. Dieses schöne Foto von mir hat Daniel Schuhmann gemacht.</p></div>
<p style="padding-left: 30px;"><em>9:12 Uhr</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Ja haben die denn gar nichts im Kopf? Zwei ältere Damen wollen am Stachus als die Allerersten in die Tram einsteigen und blockieren damit den Weg für alle Aussteigenden. ERST AUSSTEIGEN LASSEN! Das sollte doch inzwischen jedes Kind kapiert haben.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>9:50 Uhr</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Am Hohenzollernplatz möchten 3 Mütter mit Kinderwägen gleichzeitig an meiner hintersten Tür einsteigen. Amüsiert beobachte ich deren vergeblichen Kampf, die rollenden Kleinkinder zu verstauen. Ich spiele das Spiel mit und lasse die Tür geöffnet, bis meine Lichtschranke wieder frei ist. Das klappt erst, als eine der Damen samt Wagen wieder aussteigt und murrend die eine Station zum Kurfürstenplatz läuft.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>11:35 Uhr</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Ich werde inzwischen von einem anderen Fahrer durch die Stadt manövriert. Wir haben ein paar Minuten Verspätung und er ist ungeduldig. Doch in der Barerstraße geht es nur langsam voran. Ständig sind Fahrradfahrer vor mir unterwegs. Die MVG will nicht, dass ich sie überhole, dafür sei der Sicherheitsabstand zu gering. Manchmal habe ich das Gefühl, alle halten mich für fett.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>12:38 Uhr</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Am Sendlinger Tor sind 2 Jungs eingestiegen, sie sind etwa 12 Jahre alt. Neugierig schauen sie meinem Fahrer bei der Arbeit zu, drücken ihre Nasen gegen die abgedunkelte Glastür vom Fahrerstand. Bis vor zwei Jahren konnte man bei mir noch den Kopf in die Kabine des Fahrers stecken, doch seit meiner Erfrischungskur ist der Fahrer nun komplett von den Fahrgästen abgeschirmt.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>13:57 Uhr</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Ein junges Mädel und ein älterer Herr führen ein nonverbales Machtspiel um den Sitzplatz neben meiner dritten Tür. Er blickt Sie wortlos an, in der Hoffnung, sie überließe ihm den Platz. Sie hingegen starrt unbeirrt in ihr Smartphone und gibt vor, ihn nicht zu bemerken. Eine Station später, an der Herzogstraße, steigt der Mann bereits wieder aus. Dennoch wurde er wieder mal in seiner Meinung über die heutige Jugend bestätigt. Beim Abfahren höre ich ihn immer noch granteln.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>15:09 Uhr</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Die Straßenbahn vor mir steht am Stachus und hat eine Türstörung. Das passiert zwar manchmal, ist aber für uns Trambahnen immer eine peinliche Situation. Man fühlt sich in diesem Moment so schutzlos, gehemmt. Zum Glück machen meine Türen keine Probleme!</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>15:11 Uhr</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Ich werde über den Hauptbahnhof und die Dachauer Straße umgeleitet. Weiter über den Leonrodplatz erreiche ich schließlich das Nordbad und damit meine eigentliche Route. Einige Fahrgäste sind erstaunt, dass man auch auf diesem Weg zum Petuelring fahren kann. Ich freue mich immer, wenn ich die Leute überraschen kann.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>17:23 Uhr</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Nach dem Zwischenfall mit der Umleitung ist bisher alles ruhig verlaufen. Nun werden die Fahrgäste langsam immer fröhlicher. Das Wetter ist schön und viele sind auf dem Weg in einen der Biergärten Münchens. Ich bin etwas neidisch, doch meine Diät beinhaltet ausschließlich Fahrstrom und Bremssand.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>19:52 Uhr</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Es kommt nochmal Hektik auf. Junge Leute, vorwiegend Studenten, rennen aufgescheucht durch die Straßen. Sie versuchen, noch vor Ladenschluss alle wichtigen Einkäufe zu erledigen. Waren Sie erfolgreich, dann steigen Sie mit Bier, Tiefkühlpizza und etwas Alibi-Obst bepackt zu mir ein. Doch kaum ist es kurz nach acht, ist der Spuk auch wieder vorbei.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>20:10 Uhr</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Am Sendlinger Tor steigt eine Gruppe junger Damen ein. Sie teilen sich eine Flasche Weißwein und reden aufgeregt über eine bevorstehende Geburtstagsfeier. Sie haben dafür sogar einen aufwendig verzierten Kuchen in Form eines nackten Mannes dabei.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>20:14 Uhr</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Jetzt ist es passiert! An der Kreuzung Gabelsbergerstraße nimmt mir ein unvorsichtiger Autofahrer die Vorfahrt, meine Fahrerin muss scharf bremsen. Der Kuchen fügt sich seiner Trägheit und landet mit Schwung auf dem Boden vor der zweiten Tür. Das Entsetzen der Mädels ist groß. Sie versuchen verzweifelt, den beschädigten Kuchenmann wieder auf sein Tablett zu heben. Schließlich steigen Sie aufgelöst an der Nordendstraße aus.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>20:19 Uhr</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Schon eine Station später, am Elisabethplatz, steigt eine Dame mit Hund ein. Noch bevor sie reagieren kann, hat der kleine Mischling die Kuchenreste entdeckt und verschlingt sie gierig. Auch wenn mir die professionelle Reinigung im Betriebshof lieber ist, so bin ich diesem Hund doch dankbar, dass der Boden jetzt wieder einigermaßen sauber ist.</p>
<div id="attachment_308" style="width: 2058px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2014/08/2146-AAS.jpg"><img class="size-full wp-image-308" src="http://8000muenchen40.de/wp-content/uploads/2014/08/2146-AAS.jpg" alt="Straßenbahn R2.2 (2146) nach dem Redesign" width="2048" height="1370" /></a><p class="wp-caption-text">Am liebsten fahre ich im Grünen, aber davon gibts auf dem 27er leider zu wenig.</p></div>
<p style="padding-left: 30px;"><em>21:44 Uhr</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Am Stachus steigen wieder mal viele junge Leute ein, die in eine der Bars oder Kneipen im Univiertel fahren wollen. Viele von Ihnen haben inzwischen ein Wegbier bei sich. Auch wenn in uns Fahrzeugen Alkoholverbot herrscht, es macht mir nichts aus. Nur hoffe ich, dass alle ihre Flaschen wieder mit rausnehmen.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>23:49 Uhr</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Es ist etwas ruhiger geworden. Auf dem Platz gegenüber der dritten Tür hat es sich ein Bekannter bequem gemacht. Er verbringt einen Großteil seine Zeit (gemeinsam mit einem schweren Koffer) in uns Trambahnen. Nachts im Betriebshof rätseln wir oft, was in dem Koffer sein könnte.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>0:57 Uhr</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Ein letztes Mal erreiche ich den Petuelring als Linie 27. Während viele meiner Kolleginnen bereits wieder in den Betriebshof eingerückt sind, werde ich nun zur Nachttram. Als Linie N27 beschildert habe ich jetzt auch ein neues Ziel. Ab Sendlinger Tor werde ich diese Nacht weiter über den Ostfriedhof bis ans südliche Ende Münchens fahren. Auf meiner Anzeige steht nun „Großhesselhoher Brücke“.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>1:59 Uhr</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Pünktlich erreiche ich die Wendeschleife an der Grenze zu Grünwald. Hier fahren nachts nur wenige Fahrgäste mit. Doch je weiter ich wieder Richtung Stadtzentrum komme, desto mehr angeheiterte Leute steigen bei mir ein. Während einige der Menschen noch in bester Feierlaune sind, schlafen andere auf einem meiner Sitzplätze ein.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>4:50 Uhr</em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Nach zwei Runden als Nachttram werde ich am Petuelring wieder zur normalen Linie 27. Jetzt als Kurs 22 beschildert werde ich noch bis 22:43 Uhr meine Runden drehen müssen. Erst dann kann ich mich im Betriebshof von meiner 41-Stunden-Schicht und etwa 550 Kilometern Fahrstrecke erholen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie Ihr seht, ist mein Dasein als Münchner Straßenbahn sehr anstrengend, aber auch spannend und voller Erlebnisse. Kommt doch mal bei Gelegenheit vorbei und fahrt ein paar Runden mit uns mit. Wer entspannt und mit offenen Augen Trambahn fährt, der entdeckt auf seiner Fahrt nicht nur die Stadt, sondern kann auch die vielen kleinen Geschichten beobachten, die tagtäglich bei uns passieren. Steigt ein!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://8000muenchen40.de/aus-dem-tagebuch-eines-strassenbahnwagens/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
